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Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, sagte er zu ihnen: Was sucht ihr?

Johannes 1,38a

Sonntagsimpulse

Hier finden Sie jeden Sonntag einen Impuls zur Lesung oder zum Evangelium

18.04.2021 

Image by Bianca Mentil from Pixabay

Evangelium zum heutigen Sonntag Lk 24, 35-48

Da erzählten auch die beiden Jünger, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach. Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen:

Friede sei mit euch!

Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen. Da sagte er zu ihnen:

Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an, und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht.

Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. Da sagte er zu ihnen:

Habt ihr etwas zu essen hier?

Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; er nahm es und aß es vor ihren Augen. Dann sprach er zu ihnen:

Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist. Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift. Er sagte zu ihnen:

So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. Ihr seid Zeugen dafür.

 

Nachgedacht:

„Dein ist mein ganzes Herz.“ So schmachtet es  durch die Liebeslieder dieser Welt. Niemand käme auf die Idee, dass es sich dabei um eine medizinische Herztransplantation handelt.

In der Bibel stehen Körperteile für die ganze Person, das Dasein eines Menschen. Wenn Jesus seinen Freunden die Hände und Füße zeigt, geht es nicht um Wundmale. Jesus gibt sich als der zu erkennen, der er immer war. Er lässt sich als der ihnen vertraute Mensch sehen.

Glauben heißt: lernen, mit Jesus vertraut zu werden. Ich mache mir bewusst, dass Jesus jetzt hier gegenwärtig ist. Ich kann in meinem Herzen mit ihm zusammen sein. Das meint der Satz aus der Feier der Heiligen Messe: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“

Jesus spukt nicht als Geist herum, sondern befreit von Angst. Und … man darf ihn gerne zum Essen einladen.


11.04.2021 - Weißen Sonntag 

Bild von Free-Photos auf Pixabay

Lesung zum heutigen Sonntag 1 Joh 5,1-6

Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott gezeugt und jeder, der den Vater liebt, liebt auch den, der aus ihm gezeugt ist. Daran erkennen wir, dass wir die Kinder Gottes lieben: wenn wir Gott lieben und seine Gebote erfüllen. Denn darin besteht die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was aus Gott gezeugt ist, besiegt die Welt. Und das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat: unser Glaube. Wer sonst besiegt die Welt, außer dem, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist? Dieser ist es, der durch Wasser und Blut gekommen ist: Jesus Christus. Er ist nicht nur im Wasser gekommen, sondern im Wasser und im Blut. Und der Geist ist es, der Zeugnis ablegt; denn der Geist ist die Wahrheit.

 

Nachgedacht:

Die Covid-19-Pandemie ist noch in der Welt. Kriege gibt es weiterhin. Im Mittelmeer ertrinken Flüchtlinge. Da können wir glauben was wir lustig sind! Diese und weitere Ungerechtigkeiten sind lange nicht besiegt.

Was aber macht mir Hoffnung in einer solchen Welt? Ich gebe zu, dass es nicht der christliche Glaube ist. „Seit nett zueinander, weil auch Jesus nett war“, hilft als Motto nicht weiter.

Mir ist aber zugesagt, dass ich – wie übrigens Jesus – ein echter und richtiger Mensch bin. Als solcher weiß ich doch wie es geht menschlich zu handeln. Ich bin mit einer Würde ausgezeichnet, die mir nicht Regierungen oder Universitäten verleihen. Ich bin Mensch und als solcher göttlichen Ursprungs. Auch du bist es, egal ob im Emsland oder sonst wo auf der Erde.

Eigentlich ist doch alles ganz einfach.


04.04.2021 - Ostersonntag 

Bild von Oliver Peters auf Pixabay

Evangelium vom heutigen Sonntag Mk 16,1-6

Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Mágdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Sálome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben. Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging.

Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?

Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß. Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr.

Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wohin man ihn gelegt hat. Nun aber geht und sagt seinen Jüngern und dem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.

 

Nachgedacht:

Weil über einen gekreuzigten Bauhandwerker erzählt wird, dass er nicht tot ist, sondern lebt soll ich an eine Auferstehung von den Toten glauben?

Es wird nun aber nicht von einem untoten oder ins Leben zurückgekehrte Menschen erzählt. Die Verfasser der Evangelien waren Theologen und keine Autoren von Gruselromanen.

Wer von Jesus erzählt, der erzählt von Menschen und Hoffnungen. Er weiß um zerbrochenes Leben und geplatzte Träume. Wer von Jesus erzählt, muss von einem Gott erzählen, der ganz auf der Seite des Menschen steht.

Der große Gegner des Menschen ist die Angst. Die Angst vor allem. Die größte und letzte Angst ist die vor dem endgültigen Tod. Wer aber Vertrauen fasst zu diesem Gott, der lernt, die Angst abzulegen.

Ich kann schon hier auferstehen: in ein neues Vertrauen zum Leben hinein!


28.03.2021 

Bild von efes auf Pixabay

Lesung zum heutigen Sonntag Phil 2,6-11

Christus Jesus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihr Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt:

„Jesus Christus ist der Herr“ – zur Ehre Gottes, des Vaters.

 

Nachgedacht

Wenn Jesus mit einer riesigen Volksmenge im Gefolge seinen Marsch auf Jerusalem begonnen hätte, wären er und die Menschen nicht bis vor die Tore der Stadt gekommen. Römische Kohorten hätten sie mit Gewalt zerstreut.

Jesus ist vielmehr mit einer kleinen Gruppe unauffällig in die Stadt eingesickert.

Mir ist dieser Gedanke sympathischer als der, dass da nur ein neuer Herrscher aufgetaucht ist wie das so oft in der Geschichte passiert.

Jesus sickert auch weiterhin still in mein Leben ein. Er begegnet mir auf Augenhöhe. Er steigt ab vom hohen Ross hinab zu mir. Er geht aber noch weiter bis ganz tief nach unten. Da finde ich ihn, wenn ich abstürze. Egal ob ich aus eigenem Versagen falle oder mich Ereignisse des Alltags hinabstoßen: Er ist schon da. Das ist seine Weise, mir auf Augenhöhe zu begegnen.