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Sonntagsimpulse

Hier finden Sie jeden Sonntag einen Impuls zur Lesung oder zum Evangelium

24.01.2021 

Bild von Hebi B. auf Pixabay

Evangelium zum heutigen Sonntag Mk 1,14-20

Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa;
er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt,
das Reich Gottes ist nahe.

Kehrt um und glaubt an das Evangelium!

Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon,die auf dem See ihre Netze auswarfen; sie waren nämlich Fischer.

Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.

Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach. Als er ein Stück weiterging sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her. Sogleich rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.

 

Nachgedacht:

Entsprechen die Bilder und Geschichten der Bibel dem Alltag heutiger Menschen? Wahrscheinlich nicht. Die romantisch verklärenden Erzählungen über Fischer und Handwerker treffen nicht die heutige Lebenswirklichkeit.

Das heißt aber nicht, dass das, was erzählt wird, nicht auch heute geschehen kann. Gott ruft immer in die aktuelle Zeit hinein und er ruft konkrete Menschen. Er meint mich zuerst! Das kann durch ein Wort auf dem täglichen Kalenderblatt ebenso geschehen wie in der Begegnung mit Menschen oder auch bei einem Spaziergang in der Natur.

Doch klingt die Stimmer Gottes sehr leise. Zumeist vernimmt man sie im Nachhinein. Dem Erfahrenen nachzuspüren, es nachempfinden kann der erste Schritt in eine Nachfolge sein.

Wie kann ich heute als Mensch leben? Diese Frage ist der Beginn des neuen Weges.


17.01.2021 

Bild von Pexels auf Pixabay

Evangelium zum heutigen Sonntag Joh 1,35-42

In jener Zeit stand Johannes am Jordan, wo er taufte, und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes!

Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus.

Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, sagte er zu ihnen: Was sucht ihr?

Sie sagten zu ihm: Rabbi – das heißt übersetzt: Meister —, wo wohnst du?

Er sagte zu ihnen: Kommt und seht!

Da kamen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde.

Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden – das heißt übersetzt: Christus – der Gesalbte. Er führte ihn zu Jesus.

Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen, das bedeutet: Petrus, Fels.

 

Nachgedacht:

Jesus ist für uns ein Unbekannter. Diesen Menschen, der vor 2000 Jahren lebte hat ja keiner persönlich kennengelernt.

Wie kann man mit Jesus in Kontakt kommen? Das Evangelium  gibt eine Antwort: „Sprich ihn an!“ und: „Frag ihn nach dem, was Du von ihm wissen willst!“ Jesus lebt in Gott verborgen und gleichzeitig bei uns.

Dieses Ansprechen von Jesus ist Gebet. Beten ist somit die Bitte an ihn: „Zeig Dich mir. Lass Deine Maske fallen. Ich will dich erkennen, damit ich erfahre, dass du in meinem Leben da bist.“

Was Jesus für mich bedeutet kann ich erfahren, wenn ich offen bin, ihn in mein Leben einzuladen. Menschen, die mit mir leben, können ein Hinweis auf ihn sein – auch wenn sie selbst es nicht ahnen. Mein eigener Alltag ist seine Einladung an mich, das Angebot seiner Freundschaft anzunehmen.


10.01.2021 - Taufe des Herrn 

Bild von Ralf Kunze auf Pixabay

Evangelium zum heutigen Sonntag Mk 1,7-11

Er verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.

Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.

 

Nachgedacht:

Irgendwann hat Jesus sein Ding gemacht. Das ist ihm nicht leicht gefallen. Er war ja Hörer der Predigten von Johannes dem Täufer. Er hat sich von ihm taufen lassen. Eines Tages hat Jesus gemerkt, dass der Weg des Johannes nicht der seine ist. Johannes hat gesagt, dass Gottes Reich kommt, aber Jesus wollte nicht mehr warten.

Jesus spürte: „In der Taufe ist was mit mir passiert. Ich habe meine Sicht geändert: Gott ist kein Aufräumer, sondern einer, der mit mir den Dreck im Leben auskehrt. Gott macht keinen kurzen Prozess, sondern nimmt sich Zeit für jeden Menschen. Die Herrschaft Gottes kommt nicht mit Blitz und Donner, sondern wächst da in der Stille, wo man ihn in den Alltag lässt.“ Alles anders als bei Johannes.

„Egal, was mal wichtig war: Wenn es dran ist, mach dein Ding!“ Das macht doch Mut.


06.01.2021 - Erscheinung des Herrn 

Bild von mannette auf Pixabay

Evangelium zum heutigem Festtag Mt 2,1-12

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, siehe, da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohepriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Christus geboren werden solle. Sie antworteten ihm: in Betlehem in Judäa; denn so steht es geschrieben bei dem Propheten: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach dem Kind; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige! Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und siehe, der Stern, den sie hatten, aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.

 

Nachgedacht:

Da sind die drei. Gebildete Herren. Ihr Forschungsschwerpunkt ist Astronomie. Sie erzählen von einem neuen Stern. Der soll mit einem König zusammenhängen, der gerade geboren wurde. Das ist ihnen so wichtig, dass sie eine Dienstreise nach Jerusalem machen.  Sicherheitshalber haben sie Geschenke für den neuen König dabei. In Jerusalem: Große Aufregung. Ein Staatsstreich wird befürchtet. Die scheinbar weltfremden Forscher werden mit einem Verweis auf das Provinznest Betlehem abgewimmelt.

Die drei finden das Kind. Ihre Reise hat sich gelohnt. Doch war es mehr die Reise zu sich selber. Mit Erfahrungen, die man nur macht, wenn man fremd ist. Mit Erlebnissen, die nur geschehen, wenn man seinem Traum folgt.

Die Botschaft der drei an uns lautet: Folge deinem Stern! Du wirst Großes sehen im Unbekannten.