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Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, sagte er zu ihnen: Was sucht ihr?

Johannes 1,38a

Sonntagsimpulse

Hier finden Sie jeden Sonntag einen Impuls zur Lesung oder zum Evangelium

11.12.2022 

Bild von Lisa Caroselli auf Pixabay

Evangelium zum heutigen Sonntag Mt 11, 2-6

In jener Zeit hörte Johannes im Gefängnis von den Taten des Christus. Da schickte er seine Jünger zu ihm und ließ ihn fragen: Bist du der, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?
Jesus antwortete ihnen: Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht: Blinde sehen wieder und Lahme gehen; Aussätzige werden rein und Taube hören; Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium verkündet. Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt.

 

Nachgedacht:

Weihnachten ist kein Fest, das nur an einem bestimmten Datum gefeiert wird. Weihnachten ist eine Haltung, die nicht nur im Advent eingeübt werden will. Sich auf das Fest zu freuen – mit all dem, was an Weihnachtsbäumen, Festessen, Geschenken und Kindheitserinnerungen dazu gehört – kann helfen, von dieser Freude her das Leben und die Welt neu zu sehen.

Die Haltung, um die es geht, heißt: Vertrauen. Ich will dem Leben (oder auch Gott) vertrauen, dass ich gehalten bin. Ich will dir, Mitmensch, vertrauen, weil du mir – vielleicht nur sehr kurz – jetzt an die Seite gestellt bist. Vertrauen besiegt die Angst.

Weihnachten heißt: ich will neu sehen lernen. Ich will es wagen, mich wehrlos zu machen wie ein Kind, wie das Kind in der Krippe.

„Berichtet, was ihr hört und seht!“ Die anderen warten darauf.

 


03.12.2022 

Bild von Annabel_P auf Pixabay

Evangelium zum heutigen Sonntag Mt 3, 1-6

In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Er war es, von dem der Prophet Jesája gesagt hat: Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen! Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften; Heuschrecken und wilder Honig waren seine Nahrung.Die Leute von Jerusalem und ganz Judäa und aus der ganzen Jordangegend zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.

 

Nachgedacht:

Das Wort „Revolution“ bedeutet, dass alles auf den Kopf gestellt und umgekehrt wird. Was gestern noch gegolten hat, ist heute ungültig. Altes wird beiseitegestellt.
Gott ist ein Revolutionär! Er will keinen Stillstand. Er ist dauernde Bewegung und Veränderung. Wozu das Ganze? Gott sucht Wege, seine Liebe an den Mann, an die Frau, zu bringen. Sein Erfindungsreichtum kennt keine Tabus, auch keinen falschen Respekt.
Menschen ticken da anders. Menschen suchen Stabilität, Verlässlichkeit, Routine. Sie mögen Veränderung nicht.
Im Inneren des Menschen schlummern Träume von Veränderung, Visionen vom Aufbruch und Hoffnungen auf den Durchbruch. Gott will diese wirklich werden lassen.
Gott ist nichts für geistige Stubenhocker. Leben gibt es bei ihm nur im großen Karo; kleinkariert ist nicht sein Muster.


27.11.2022 

Photo by Steve Johnson on Unsplash

Lesung zu Röm 13, 11–14a

Schwestern und Brüder! Das tut im Wissen um die gegenwärtige Zeit: Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf. Denn jetzt ist das Heil uns näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe. Darum lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts! Lasst uns ehrenhaft leben wie am Tag, ohne maßloses Essen und Trinken, ohne Unzucht und Ausschweifung, ohne Streit und Eifersucht! Vielmehr zieht den Herrn Jesus Christus an.

 

Nachgedacht:

„Und wenn die fünfte Kerze brennt, hast du Weihnachten verpennt!“ Das reimten wir früher in Anlehnung auf einen bekannten Vers zum Advent.

Paulus gebraucht das Bild des Aufstehens am Morgen. Sich den restlichen Schlaf aus den Augen reiben, ein bisschen über Kälte, Dunkelheit und zu frühe Uhrzeit murren – und sich startklar machen für den Tag; sich was Passendes zum Wetter und heutigem Anlass anziehen. Wir kennen diesen Ablauf.

Wie am frühen Morgen müssen wir uns in das Geschehen hinein tasten, dass der große unsichtbare Gott ein sichtbarer, hilfloser und kleiner Mensch wird. Damit wird er in jedem Menschen erlebbar, der mir begegnet, manchmal auch in den unsympathischen.

Aufgeweckt leben und sich nicht von finsteren Gestalten, kühlen Typen und Morgenmuffeln stören lassen. So kann Advent sein.


20.11.2022 

Bild von Mikes-Photography auf Pixabay

Lesung zum heutigen Sonntag 2 Sam 5, 1–3

In jenen Tagen kamen alle Stämme Israels zu David nach Hebron und sagten: Wir sind doch dein Fleisch und Bein. Schon früher, als noch Saul unser König war, bist du es gewesen, der Israel hinaus und wieder nach Hause geführt hat. Der Herr hat zu dir gesagt: Du sollst der Hirt meines Volkes Israel sein, du sollst Israels Fürst werden. Alle Ältesten Israels kamen zum König nach Hebron;
der König David schloss mit ihnen in Hebron einen Vertrag vor dem Herrn und sie salbten David zum König von Israel.

 

Nachgedacht:

Wenn der Anführer einer Söldnertruppe durch einen Putsch an die Macht im Staat kommt, bedarf es einer Kosmetik in der öffentlichen Darstellung. Aus dem Thronräuber wird dann ein von Gott selbst Erwählter, aus dem Landsknecht ein einfache Junge vom Land und ein gewalttätiger Charakter erhält eine musische Nuance. So bearbeitet die Bibel das Bild von König David: er wird zum Ideal erhoben und zum Bild einer politischen und sozialen Hoffnung gemacht.

Christen haben in Jesus den gesehen, der als König wiederkehren wird. Er bringt die gute Ordnung. Er richtet die Welt neu auf und stellt den Frieden für alle her. Er wird die Welt erneuert in die Hände Gottes geben. Er ist der neue und zugleich der andere David!

Menschen träumen von einem, der sie behütet. Mit Jesus erhält dieser Traum ein Gesicht.