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St. Joseph – Neurhede

Für neue Bewegung sorgte im August 1843 ein Schreiben der Gemeinde an den Bischof Karl Anton Lüpke in Osnabrück. Dieser sagte der Gemeinde seine volle Unterstützung zu. 1846 kam auf Verlangen der Gemeinde der Amtmann von Aschendorf zu Aschendorf zur näheren Regulierung des Kirchbaus zu einer Gemeindeversammlung in das Haus des Vorstehers Bernhard Stubbe. Von da ab ruhte das Projekt allerdings erneut für weitere vier Jahre.

Auf Anregung von Wilhelm Dickebohm wählte die Gemeinde 1850 einen Kirchbau-Ausschuss, den späteren Kirchenvorstand. Ihm gehörten an: Johann Westrup, Heinrich Tempel, Hermann Meyer, Johann Schoe, Hermann Vinke, Bernhard Stubbe, Lehrer Hümmel, Sievert Rohen, Gerd Hinrich Kleene, Wilhelm Dickebohm, Heinrich Wotte und Theodor Bröring. In den folgenden Jahren sammelte die Gemeinde das notwendige Geld für den Bau der Kirche. Einen wesentlichen Beitrag zum gelingen der Finanzierung leistete das kinderlose Ehepaar Johann und Margaretha Westrup, geb. Kempen. Sie vererbten einen Großteil ihres Vermögens dem Kirchbau.

Im Jahre 1872 war es dann soweit. Dank der vielseitigen Unterstützung konnte nach den Plänen des Architekten Hensen aus Osnabrück 1872 mit dem Bau des Pfarrhauses begonnen werden und schon im darauffolgenden Jahr begannen Maurermeister Anton Wahl aus Aschendorf und Tischler Bernhard Herding aus Rhederfeld mit dem Bau der Kirche. Den Grundstein legten am 1. Mai 1873 Dechant Korte aus Aschendorf und Pastor Lanwer aus Heede. Der Dachstuhl für das Kirchenschiff wurde nur kurze Zeit später, am 25. Juli aufgerichtet. 1874 folgte der Bau des zunächst frei vor dem Kirchenschiff stehenden Turmes.

Zur Konsekration der Kirche kam am 14. September 1885 Bischof Bernhard von Osnabrück nach Neurhede. In dem von Bildhauer Baltarsar Heinrich Seling aus Osnabrück gefertigten Altar befinden sich Reliquien der heiligen Märtyrer Fortunatus und Leontius sowie anderer Heiliger. Am 18. Februar 1902 wurde das Gotteshaus zur Pfarrkirche erhoben.

Quellen: Urkunde „Geschichte unserer Kirche“, 1874, hinterlegt in der Kugel der Kirchturmspitze
Geschichte des Kirchspiels Rhede, 1913, Vikar Franz Dieckmann